Eine Liebeserklärung

Braucht man einen Videoclip, um ein Buch zu vermarkten? …

Eine Liebeserklärung an Bücher. Laut einem Artikel in der FAZ haben sich zwischen 2013 und 2017 6,4 Millionen Deutsche, die zuvor regelmäßig lasen, nicht mehr ein einziges Buch erworben. Um neue Leser zu gewinnen, lassen sich die Verlage die aberwitzigsten Maßnahmen einfallen. In Mode sind gerade Videoclips, die mit Spielfilmszenen auf das Buch neugierig machen sollen. Ich habe dazu eine klare Meinung: Wenn ich einen Film brauche, um auf ein Buch aufmerksam zu machen, ist das ein Armutszeugnis für die Kreativität. Bücher sind Sehnsuchtsorte der Phantasie. Wir verlieben uns nur durch eine spannende Geschichte und eine gute Sprache in tragische Helden, haben Mitleid mit sympathischen Verlierern, würden gerne so ein Leben wie unsere Lieblingsfiguren führen oder lassen uns von einer realen Figur in Stunden tiefster Verzweiflung Mut machen. Die Bilder dazu entstehen ganz automatisch in unserem Kopf. Und ganz selten ist eine Verfilmung wirklich besser als der Roman. Deshalb glaube ich, dass man Bücher heute mit den modernen Medien auch ganz anders vermarkten kann. So ist die Idee der schwarzen Bilder entstanden. Zur Veröffentlichung gibt es auf Instagram eine Fortführung der Geschichte mit bisher unveröffentlichten Kapiteln.